Vor 75 Jahren, am 23. April 1945, erfolgte die Befreiung des „Frauen-KZ Ravensbrück“

Eine geplante, dem Anlass entsprechende Gedenkfeier für die Opfer des Konzentrationslagers Ravensbrück, in dem zwischen 1939 und 1945 über 140.000 (überwiegend) Frauen, Kinder und Männer inhaftiert waren, musste aufgrund der Corona-bedingten Einschränkungen bedauerlicherweise abgesagt werden.

Traurige Berühmtheit erlangte dieses KZ durch die Tatsache, dass es das einzige große KZ in Deutschland war, das für Frauen vorgesehen war: Nichtarische Frauen, Widerstandskämpferinnen, Feministinnen, lesbische, unangepasste Frauen u.a.m. wurden hier gefoltert, missbraucht, zur Zwangsarbeit herangezogen und getötet - zwischen 40.000 und 50.000 verloren so ihr Leben; die Überlebenden sind bzw. waren für ihr weiteres Leben „ge(kenn)zeichnet“.

Wir möchten an dieser Stelle nicht nur all diesen Frauen des „Frauen-KZ-Ravensbrück“, sondern selbstverständlich allen Opfern des Nationalsozialismus gedenken und frei nach Kurt Tucholsky („Worte und Taten -das ist so hienieden- sind manchmal verschieden“) dazu auffordern, nicht nur mit Worten zu gedenken, sondern auch aktiv gegen die aufkeimende Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz gegenüber Andersdenkenden und Anderslebenden aktiv Stellung zu beziehen.   

Nicht nur erinnern und der Vergessenheit entreißen, sondern aktiv für die Zukunft die richtigen Lehren ziehen und handeln! 




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