Club Berlin-Dorotheenstadt: Die ganze Demokratie – für mehr Frauen in der Politik

Wir wollen mit dem Format des SI-Salons ergänzend zu den Clubabenden in einer angenehmen Gesprächsatmosphäre interessante gesellschafts- bzw. frauenpolitische Themen aufgreifen. Wir kooperieren hierzu mit anderen Organisationen, so mit der EAF Berlin, der Europäischen Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft. Der SI-Salon ist für externe Gäste geöffnet und daher ein wichtiges Element unserer Öffentlichkeitsarbeit. Mit über 50 Gästen, darunter zahlreichen Vertreterinnen von Verbänden, war der Salon sehr erfolgreich. Dazu trugen nicht zuletzt die Räumlichkeiten bei. Denn der SI-Salon kann in der großzügigen Altbauetage der „Biografie-Werkstatt“ von Katrin Rohnstock in Berlin-Mitte stattfinden.

Für unseren ersten Salon m Herbst 2018 beschäftigten wir uns aus Anlass des 100-jährigen Jubiläums des Frauenwahlrechts mit dem Thema, wo wir heute in der politischen Partizipation von Frauen stehen.
Was verbinden Frauen der unterschiedlichen Generationen mit diesem historischen Erfolg? Wie kommt es, dass der Anteil von Frauen in den Parlamenten sogar zurückgeht? Und wie können wir politisches Engagement attraktiver machen – nicht nur für Frauen?

Für den Abend hatten wir eine kompetente Gesprächsrunde zusammengestellt: Entsprechend des Saloncharakters auf Sofa und Sesseln platziert, diskutierten die Bundestagsageordnete Dr. Eva Högl, Ulrike Dotzer, Redakteurin bei arte und Dr. Helga Lukoschat, Vorsitzende der EAF Berlin und damalige Clubpräsidentin von Dorotheenstadt, unter anderem über die Frage,
ob wir heute, 100 Jahre nach Erringung des aktiven und passiven Wahlrechts, ein Paritätsgesetz für die Politik benötigen.

Ein besonderes Highlight bildeten Ausschnitte eines Films, den Frau Dotzer betreut hatte: „Die Hälfte des Himmels gehört uns“. Dieser zeigt sehr bewegend die Geschichte der Protagonistinnen der ersten Frauenbewegung. Die Moderation hatte Clubschwester Annegret Winzer übernommen.

Der SI-Salon kam so gut an, dass wir – dieses Mal zusammen mit den anderen Berliner und Potsdamer Clubs – im Herbst 2019 einen zweiten Salon durchführten, dieses Mal zur Situation von Frauen in der bildenden Kunst. Entsprechend den Zielen steht bei unserem SI-Salon nicht die Generierung von Spenden, sondern die Sichtbarkeit bzw. Hörbarkeit von SI als Stimme für die Rechte von Frauen in der Berliner Stadtgesellschaft im Vordergrund.

Organisatorisches:

Für die Vorbereitung des SI-Salons hatte sich eine „Task force“ aus sechs interessierten Clubschwestern gefunden.
Ca. über ein halbes Jahr verteilt, teilten wir uns die verschiedenen Aufgaben auf: Zunächst Konzeption, Anschreiben und
Briefing der Referentinnen, Absprachen zu den Räumlichkeiten. Anschließend erfolgten Schreiben und Versenden der Einladungen (mit Unterstützung der Partnerorganisation EAF Berlin) sowie am Ende die konkrete Organisation des Abends,
mit Empfang, Buffet, Getränke, Gästebetreuung etc., an der sich sich alle Clubschwestern beteiligten.
Der Zeitaufwand betrug in der Vorbereitung ca. 80 Stunden, an dem Abend selbst sechs Stunden.




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