Gewalt gegen Frauen – gemeinsam und entschieden dagegen vorgehen

Gewalt gegen Frauen existiert in verschiedenen Formen und ist in den meisten Fällen nicht auf den ersten Blick erkennbar. Sie reicht von Demütigungen, Einschüchterungen oder Beleidigungen über psychische, physische und sexuelle Misshandlungen bis hin zu Vergewaltigungen oder Mord.

 

Sie betrifft Frauen aller Altersklassen – von ungeborenen Babys bis hin zu älteren Menschen. Frauen, die Opfer von Gewalt geworden sind, haben ein Leben lang mit den psychischen und physischen Folgen zu kämpfen, stehen häufig unter Schock und leiden unter Angstzuständen.

 

Uns liegt es am Herzen, durch Aufklärungsarbeit, Hilfsprojekte und verschiedene Aktionen dieses Thema immer wieder in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Wenn wir gemeinsam und entschieden gegen diese Gewalt und die Benachteiligung von Frauen in allen Ebenen der Gesellschaft vorgehen, gelingt es uns, den Opfern eine Stimme zu geben und die Täter zur Rechenschaft zu ziehen.

 

Häusliche Gewalt und sexuelle Belästigung kommen mit am häufigsten vor. Sexualisierte Gewalt kann online wie auch verbal durch beleidigende oder anzügliche Äußerungen geschehen. Die radikalste Form sind körperliche Belästigungen bis hin zu Vergewaltigungen. Laut einer repräsentativen Studie des BMFSFJ haben 13 Prozent der in Deutschland lebenden Frauen seit ihrem 16. Lebensjahr strafrechtlich relevante Formen sexueller Gewalt erlebt.

 

Die sogenannten „Ehrenmorde“ gehören zu den grauenhaftesten Formen der Gewalt. Wie die Vereinten Nationen schätzen, fallen weltweit jedes Jahr rund 5.000 Frauen dieser menschenverachtenden „Tradition“ zum Opfer.

 

Genauso grausam sind Beschneidungen. UNICEF schätzt, dass es weltweit rund 200 Millionen beschnittene Frauen und Mädchen gibt – auch hier dürfte die Dunkelziffer deutlich höher liegen. Das brutale Ritual findet mehrheitlich in Indonesien, Ägypten und Äthiopien statt. Trauriger Spitzenreiter ist Somalia: 98 Prozent der dort lebenden Frauen und Mädchen zwischen 15 und 49 Jahren sind beschnitten. Auch bei uns in Deutschland leben laut Schätzungen von Menschenrechtsorganisationen circa 50.000 beschnittene Frauen sowie 9.500 gefährdete Mädchen, die größtenteils als Flüchtlinge nach Europa gekommen sind. Obwohl Beschneidungen in Deutschland strafbar sind, finden sie auch hierzulande statt. Die Folgen für die Opfer sind verheerend – oft enden Beschneidungen tödlich.

 

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