Welt-Präsidentinnen Mariet Verhoef-Cohen (Soroptimist International) und Susanne von Bassewitz (Präsidentin elect, Zonta International) gemeinsam auf dem Weg


Mariet Verhoef-Cohen, Soroptimist International ( l.) und Susanne von Bassewitz, Zonta International

Trotz rechtlicher Gleichberechtigung haben Frauen auch in entwickelten Ländern nicht die gleichen Chancen der Partizipation. Das betrifft nicht nur Entgelt-Fragen, sondern vor allem auch die gleichberechtigte Teilhabe an Entscheidungsprozessen auf allen gesellschaftlichen Ebenen. Dies betonte die Präsidentin von Soroptimist International Mariet Verhoef-Cohen in ihrer Rede zum Weltfrauentag in Düsseldorf. Einen Weg zur stärkeren Einflussnahme sieht die Präsidentin in der Besetzung des Themas, das bisher noch wenig entwickelt ist, aber maßgeblich die Zukunft der Welt entscheiden wird: Den weltweiten Umgang mit und den Zugang zu sauberem Wasser. Das Programm von Mariet Verhoef-Cohen „Women, Water & Leadership“ ist dazu geeignet, die Partizipation von Frauen durch das Engagement in diesem Arbeits- und Politikfeld auf eine ausgewogenere Basis zu stellen. Ein bedeutender Grund der mangelnden Partizipation liegt auch in der viel zu frühen Verheiratung von Mädchen unter 18 Jahren, so machte Susanne von Bassewitz deutlich.
15 Millionen Mädchen jährlich werden daran gehindert, nach der Heirat die Schule weiter zu besuchen und sie geraten in die soziale Isolation. “Girls Not Brides” ist die Forderung von Zonta, die auch von SI mit gemeinsamen Aktionen unterstützt wird.
 
In den Düsseldorfer Industrieclub eingeladen hatten die Düsseldorfer Clubs von SI zusammen mit ZONTA international. Gemeinsame Aktionen der Frauennetzwerke sind ein weiterer Schritt, dem selbstverständlichen Anspruch auf gleiche Teilhabe Ausdruck zu verleihen. So sind auch am Rande der Tagung der Frauenrechtskommission der UN Mitte März Gespräche zur Koordinierung gemeinsamer Aktivitäten geplant. Renate Tewaag, die das Treffen moderierte, überreichte den beiden Präsidentinnen einen Wanderstecken mit Proviantbeutel. Brot, Salz, Düsseldorfer Senf und „Killepitsch“, ein Düsseldorfer Kräuterlikör, werden die Präsidentinnen auf ihrem Weg stärken.



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