Chancen für Frauen im Digitalisierungsprozess – Fachtagung des Landesfrauenrats in Hannover

Schöne neue Arbeitswelt 4.0?

Wie wird sich die Digitalisierung auswirken?

Auf welche Veränderungen müssen sich die Gesellschaft und insbesondere Frauen in der Arbeitswelt einstellen?


Das SI-Programmteam auf der Tagung des Landesfrauenrats Niedersachsen

Im Rahmen der Delegiertenversammlung des Landesfrauenrates NDS wurde auf der Fachtagung, an der das SID-Programmteam teilnahm, das Thema „Chancen für Frauen im Digitalisierungsprozess“ in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung vielschichtig beleuchtet.

Christina Schildmann, Leiterin Wissenschaftliches Sekretariat der Kommission „Arbeit der Zukunft“ der Hans-Böckler-Stiftung erläuterte die Rolle von Gender im Digitalisierungsprozess als ein umkämpftes Feld, als markante Veränderung in der Arbeitswelt, als umfassenden Transformationsprozess. Bei der Frage nach den Beschäftigungsprognosen wurden Mythen und Trends diskutiert.

Für Frauen wird es Chancen in neuen Berufsfeldern geben und die sozialen Dienstleistungen werden aufgewertet. Mobiles Arbeiten bietet die Chance, Familie und Beruf besser zu vereinbaren. Die Arbeitsstrukturen verändern sich und Frauen können dies nutzen, um ihre weiblichen Fähigkeit der Kooperation und Koordination neu zu bewerten. Für Unternehmen bedeuten die Veränderungen der Arbeitswelt ebenfalls große Herausforderungen. Arbeitsplätze werden eingespart und durch Computer ersetzt. Geschäftsmodelle und Produktionsprozesse erfahren einen großen Wandel. Ein Praxisbeispiel aus der Autoindustrie zeigt, dass trotz der Veränderungen der Mensch auch weiterhin im Mittelpunkt der Arbeit stehen und die Zukunft der Arbeit mitbestimmen soll. Frauen sollten ihre Stärken ausspielen und sich an dem Transformationsprozess aktiv beteiligen.