Club Erwitte-Hellweg: Chartern auf dem Land


Die neuen Sorores von Erwitte-Hellweg vorne v. l.: Die Patin Hanne von Schaumann-Werder, Club Düsseldorf, Gründungspräsidentin Martina Meis, Patin Marita Mues, Club Meschede, und Christiane Haller-Veith, Gouverneurin SI Luxembourg

Am 23./24. März 2019 machten sich zahlreiche Soroptimistinnen aus allen Teilen der Republik auf den Weg nach Erwitte, einer Kleinstadt in Westfalen, unmittelbar am Hellweg gelegen. Dort stand die Charterfeier des 220. deutschen Clubs an.

Geladen hatten 28 engagierte, hoch motivierte und zukunftsorientierte Frauen im Alter zwischen 38 und 65 Jahren, zusammen mit ihren Patinnen, Hanne von Schaumann-Werder, Club Düsseldorf und SID-Präsidentin von 2007 bis 2009, sowie Marita Mues, Club Meschede.

Ihre modern gestaltete Einladung forderte Online-Anmeldung auf. Dem folgten Soroptimistinnen aus immerhin 44 Clubs. Das traditionelle Charterprogramm hatten die jungen Clubschwestern mit Liebe zum Detail zusammengestellt. Bei strahlendem Frühlingswetter startete das „Get together" und gab Gelegenheit zum Kennenlernen. Und draußen sang die Nachtigall. Zwar hielt sich die Sonne am nächsten Tag zunächst zurück. Gleichwohl boten sich den Teilnehmern des Besichtigungsprogramms zahlreiche unerwartete Einblicke in diese kleine, geschichtsträchtige Stadt, die Produktionsabläufe der hier ansässigen Zementindustrie sowie die Moor- und Salzgewinnung im Kurort Bad Westernkotten. Während der Gründungsversammlung hatten die Gäste Gelegenheit zum Entspannen: im Kurpark oder nach dem Motto „Lust auf Land" im Rahmen einer Kutschfahrt.

Die Charterfeier bot viele Höhepunkte. Spätestens jetzt wurde spürbar, wofür SI steht und was Soroptimistinnen gemeinsam bewegen können. Und als schließlich im Rahmen der Kerzenzeremonie alle Kerzen entzündet waren, die letzte von Nes‘e Bilgic vom Club Essen, der Patin der Herzen, zeigte sich auch die Sonne wieder. Mit Übergabe der Charterurkunde durch Christiane Haller-Feith, Gouverneurin von SI Luxemburg und Vertreterin der Präsidentin SI Europa, an Martina Meis, Gründungspräsidentin, war es vollbracht: Die Gründung des 220. SI-Clubs in der Deutschland. Und das wurde anschließend gebührend gefeiert, beim Chartertrunk und in festlichem Rahmen anlässlich des Charterdiners. Nach Ehrung der Patinnen und Vorstellung des Charterprojektes „echt stark" für Kinder mit psychisch und suchterkrankten Eltern gab es zu diesem Zweck eine Tombola. Mit etwas Glück erfüllte sich so mancher Wunsch, zum Beispiel der Gewinn eines Gartenzwergs; im Zweifel gab‘s `nen Wanderpreis.

Beim sonntäglichen Frühstück gab es viel zu erzählen und auszutauschen. Jetzt lachte auch die Sonne wieder und die jungen Clubschwestern genossen das Gefühl, es geschafft zu haben, Teil von SI zu sein. Alles war mit Bedacht und Gespür vorbereitet worden. Der westfälische Gaumenschmaus, die Give-Aways, alle mit lokalem Bezug und zugleich nachhaltig. Die jungen Clubschwestern haben gezeigt, es kommt immer darauf an, was man aus den Gegebenheiten macht. Wie die Wiesenweihe, eigentlich ein Steppenvogel, die seit den 1980iger Jahren in Erwitte ansässig wurde und den Ort im Jahr 2004 zum Zentrum eines europäischen Vogelschutzgebietes machte.



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