Klimaforscherin und Holzbau-Pionierin gewinnen Umweltpreis

Der Deutsche Umweltpreis der Bundesstiftung Umwelt geht an die Klimaforscherin Prof. Friederike Otto
und die nachhaltige Bauunternehmerin Dagmar Fritz-Kramer. Das Preisgeld von 500.000 Euro wird geteilt.

 

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Preisträgerinnen Prof. Friederike Otto, Dagmar Fritz-Kramer, Bundesumweltministerin Steffi Lemke ©Peter Himsel_DBU

Die Analyse von Zusammenhängen zwischen der globalen Erwärmung und zunehmenden Extremwettern sowie Lösungen für eine CO2 neutrale Bauindustrie stehen dieses Jahr im Fokus des Deutschen Umweltpreises.

Prof. Dr. Friederike Otto vom Imperial College London, untersucht innerhalb kürzester Zeit die Ursachen weltweit stattfindender Extremwetter. Sie ist Mitbegründerin der World Weather Attribution, einer Initiative mehrerer Forschungseinrichtungen, die sich mit der sogenannten Zuordnungsforschung
und dem Zusammenhang zwischen Klimawandel und Extremwettereignissen
wie Hitzewellen, Stürmen und Überschwemmungen befasst.

Dagmar Fritz-Kramer zeigt mit ihrem Unternehmen, wie Klima- und Umweltschutz durch Fertigholzbau bei Häusern, Wohnungen und Sanierungen gelingt. Sie ist Geschäftsführerin des Bauunternehmens Bau-Fritz, das mit nachhaltigen Holzkonstruktionen Lösungen für klimaneutrales Bauen entwickelt hat. 

Gemeinsam erhalten beide am 29. Oktober 2023 den höchstdotierten Umweltpreis in Europa.

"Mit der herausragenden Energie, die sie in ihren jeweiligen Bereichen gezeigt haben, haben beide Preisträgerinnen gezeigt, dass wir nicht noch mehr Zeit im Kampf gegen die Klimakrise verlieren dürfen", erklärt Alexander Bonde
von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), die den Preis seit 1993 verleiht.

"Beide sind für uns eine echte Inspiration und Motivation, aus den bereits unübersehbaren Folgen der Erderwärmung
zu lernen und immer mehr Umwelt- und Ressourcenschutzmaßnahmen umzusetzen, damit der Planet lebenswert bleibt", so Bonde.

Seit 1993 verleiht die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU, Osnabrück) den Preis. Die Auszeichnung in Höhe von 500.000 Euro zählt zu den höchstdotierten Umweltpreisen Europas. Der Preis würdigt Leistungen, die entscheidend
und in vorbildhafter Weise zum Schutz und zur Erhaltung unserer Umwelt beigetragen haben bzw. in Zukunft zu einer deutlichen Umweltentlastung beitragen werden. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreichte den Deutschen Umweltpreis 2023 am 29. Oktober 2023 in Lübeck.




YouTubeFacebookTwitterInstagramPodcast
Top