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Jugendämter nahmen mehr Kinder und Jugendliche in Obhut

Wenn Kinder und Jugendliche in einer Notsituation sind, dann übernehmen die Jugendämter übergangsweise die Betreuung und Unterbringung – das nennt man „Inobhutnahme“. Nachdem die Fälle solcher Inobhutnahmen von Kindern und Jugendlichen in den vergangenen vier Jahren zurückgegangen waren, stiegen sie 2021 wieder um 5%. Besonders stark fiel die Zunahme der Fälle bei Inobhutnahmen nach unbegleiteten Einreisen aus dem Ausland aus (+49%).

Die Inobhutnahmen aufgrund von dringender Kindeswohlgefährdung gingen, wie schon 2020, im Jahr 2021 zurück. Allerdings lässt sich nicht ausschließen, dass die Dunkelziffer in Folge der Einschränkungen während der Corona-Pandemie gestiegen ist – weil zum Beispiel einige Fälle durch geschlossene Kindergärten und Kitas unentdeckt blieben.

Knapp die Hälfte der Inobhutnahmen konnten nach spätestens zwei Wochen beendet werden. In einem Drittel der Fälle kamen die Kinder und Jugendlichen zurück an ihren vorherigen Lebensmittelpunkt, ein weiteres Drittel kam in ein neues Zuhause in einer Pflegefamilie, einem Heim oder einer betreuten Wohnform.

 

Quelle:  @statistisches.bundesamt

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